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Bertalanffy Lecture: “Tip to Tail: How to construct a dog“

Am 14.10.2021 fand, nach einem Jahr Corona bedingter Pause, die 18. Bertalenffy Lecture des COS Heidelberg statt. Diese musste jedoch aufgrund der immer noch andauernden Pandemie per Zoom übertragen werden. Dennoch nahmen wieder einmal viele interessierte Schüler und Schülerinnen - sowie auch die Molekularbiologie Mentoren - an dieser Veranstaltung teil. Der diesjährige Vortrag wurde dabei von Elaine Ostrander gehalten, einer Molekularbiologin, die für die National Institues of Health in den USA arbeitet. Dabei beschäftigt sie sich im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit mit den unterschiedlichen Hundegenomen verschiedener Rassen, wovon auch ihre Vorlesung handelte.

In dieser beschrieb sie zuerst die Entstehung der einzelnen Hunderassen. Dabei stellte sie eine von ihr und ihrem Forschungsteam mit Hilfe eines Computers generierte Karte vor, welche die Entstehung aller bekannten Hunderassen darstellte. Zudem erklärte sie, dass sie das Genom der Hunde nach den entsprechenden Genen für bestimmte Merkmale (wie z.B. ihre Beine) durchsuchten, um zu sehen, wie sich diese Gene bei Hunden verschiedener Rasse unterscheiden. Hierbei ließen sich 20 Gene identifizieren, welche maßgeblich an den Größenunterschieden der einzelnen Rassen beteiligt sind. Eines dieser Gene tritt auch im Menschen auf, wobei es dort allerdings mit Übergewicht in Verbindung gesetzt wird. Des Weiteren erläuterte sie noch andere Beispiele für Gene, die sich zwischen Rassen stark unterscheiden und den Tieren dabei helfen, sich besser an ihre Umgebung anzupassen. Zum Ende ihres Vortags erzählte sie schließlich noch von einer, inzwischen ausgestorbenen, Hunderasse, bei der sie und ihr Team es geschafft hatten, die genetische Distanz zu den nächsten Verwandten dieser Rasse zu berechnen.