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Austausch mit der Wolfert van Borselen-Schule, Rotterdam (Niederlande)

 

„Hartelijk welkom!“ - FGM-Schülergruppe in Rotterdam im April 2019

„Hartelijk welkom!“ hieß es für insgesamt 26 Schüler und Schülerinnen des Feudenheim-Gymnasiums eine Woche vor den Osterferien. Nach einer kurzweiligen Busfahrt, bei der die Aufregung mit der Sichtung des Schildes „Niederlande“ zu spüren war, war die Wiedersehensfreude groß, fand doch das erste Treffen im Rahmen des Austauschprogramms mit den Mädchen und Jungen der Wolfert van Borselen-Schule im niederländischen Rotterdam bereits zu Schuljahresbeginn in Mannheim statt. Gemeinsam mit den Gastfamilien nahmen die beiden holländischen Lehrerkräfte Marie-Therese Adrian und Jurrien Cremers, die ein abwechslungsreiches Programm für die Woche vorbereitet hatten, die Mannheimer in Empfang.

Gleich am Samstag wurde gemeinsam Rotterdam erkundet – teilweise eigenständig, dann gemeinsam bei einer Hafenrundfahrt. Das restliche Wochenende verbrachten alle gemeinsam mit ihren Austauschpartnern und den Gastfamilien, so manche verbrachte die 20 Grad Sonnenschein am Strand mit Baden. Ab Montag wurde dann das Umland erkundet – zuerst ging es nach Delft, beim Besuch der Porzellan-Fabrik konnten die ersten Souvenirs für die Familien daheim besorgt werden. Das Highlight – da waren alle einer Meinung – folgte am Dienstag: Nach dem Besuch in Den Haag ging es an den Strand von Scheveningen – zwar bei strahlendem Sonnenschein, aber doch zu kalt, um sich in die Fluten zu stürzen. Natürlich durfte auch der Ausflug nach Amsterdam nicht fehlen, inklusive zweier beeindruckender Museen: „Our Lord in the Attic“ (eine versteckte Kirche im Hinterhaus) sowie das Anne-Frank-Haus. Man war sich einig – allein Rotterdam ist schon ein Besuch im Nachbarland wert und macht den Austausch zu etwas Besonderem.

Wie viel die Schülerinnen und Schüler tatsächlich erlebt hatten, zeigte sich am Donnerstagabend. Nachdem in den Kunsträumen der Schule eigene Teller im Stil des Delfter Porzellans gemeinsam bemalt wurden, sollten alle kurze Präsentation mit Videos und Fotos der vergangenen Tage erstellen. Beim Abschiedsessen mit den Gastfamilien wurden diese dann gezeigt. „Es ist schön zu sehen, was die Jugendlichen alles gemeinsam erlebt haben“, stellten sowohl die holländischen als auch die mitgereisten Kollegen aus Mannheim, Safiye Klauß und Lars Heilmann, fest. Auf eine Fortsetzung des Austausches freuen sich alle – in der Hoffnung, dass noch mehr dieses Wahrzeichen zu sehen bekommen, besorgte Sebastian Elvers im Zuge der organisatorischen Vorbereitung ein Bild des Mannheimer Wasserturms, das direkt in der Schule aufgehängt wurde. In seiner Abschiedsrede hielt FGM-Schüler Gregor fest, was für eine großartige Erfahrung der Austausch darstellte – genau wie die Tage zuvor natürlich auf Englisch. Zum Abschluss überraschte dann aber unsere Schülerin Sarah alle mit einigen Dankesworten auf Niederländisch!


Erster Besuch einer Schülergruppe der Wolfert van Borselen-Schule aus Rotterdam am FGM 2017

Seit diesem Schuljahr hat das Feudenheim-Gymnasium eine neue Partnerschule: Fortan werden das FGM und die Wolfert van Borselen-Schule aus dem niederländischen Rotterdam jährlich Schüler und Lehrer austauschen. Den Auftakt bildete der jetzige Besuch einer18-köpfigen Gruppe in Mannheim. „Das Programm ist etwas Besonderes“, gibt Marie-Therese Adrian von der Wolfert-Schule zu verstehen. „Wir haben drei andere Partnerschulen in Deutschland, aber in diesen Partnerschaften geht es ausschließlich um die englische Sprache.“ Das ist leicht zu erklären, ist die Unterrichtssprache der Partnerschule in Rotterdam doch Englisch. „In Mannheim geht es aber darum, dass unsere Schüler ihr Deutsch verbessern“, erklärt die gebürtige Kölnerin und ergänzt: “Natürlich verstehen sie nicht alles, zumal einige erst seit Kurzem Deutsch lernen. Aber es geht eben auch darum, sich mit der deutschen Sprache zu konfrontieren.“

Dass sich die holländischen Schüler davor nicht scheuen, wird in dieser Woche schnell deutlich. „Sie fühlen sich hier auch sehr wohl“, berichtet Adrian und richtet ein großes Dankeschön an die Gastfamilien. Ins gleiche Horn stößt Schulleiter Dr. Rainer Halfar, als er sich auf der Abschiedsfeier im Pavillon an die 16 Gastfamilien wendet. „Ohne Sie ist ein Austausch einfach nicht möglich. Vielen Dank für Ihren Einsatz.“ Im Anschluss daran lassen die Schüler in kleinen Ansprachen die Woche Revue passieren: ein Besuch des Mannheimer Schlosses und der Innenstadt, ein Flug durchs All im Haus der Astronomie in Heidelberg und die KZ-Gedenkstätte in Osthofen - bereits dieser kleine Auszug gibt einen Einblick in die abwechslungsreiche Woche, die durch hausinterne spezielle Unterrichtsstunden aus den Bereichen Kunst, Biologie, Sport und Geschichte abgerundet wurde.

Was nun bleibt, ist die Erinnerung an die erste deutsch-holländische Austauschbegegnung am FGM und der bevorstehende Gegenbesuch in Rotterdam nächsten Sommer. „Wir freuen uns sehr darauf, euch zu besuchen“, richtet Schülerin Ida Kraus einen vorfreudigen Blickvoraus. Dann aber - wie auch manches Mal schon in Mannheim – wird Englisch gesprochen. Bleibt noch zu klären, wie es zu dieser Partnerschaft eigentlich gekommen ist. „Dieser Teil der Geschichte gefällt mir besonders“, grinst Sebastian Elvers, der gemeinsam mit vielen anderen Kollegen die Austausch-Woche durchführte. „Beide Seiten - Wolfert van Borselen und wir - haben eine gemeinsame Partnerschule in Shanghai und seit vielen Jahren überschneiden sich unsere Aufenthalte um ein paar Tage.“ In diesen Jahren lernte man sich kennen, bis eines Tages beim gemeinsamen Abendessen in der Millionenmetropole die Idee für diese Kooperation entstand. Elvers: „Ein deutsch-niederländisches Austauschprogramm, das seinen Ursprung in zwei langjährigen chinesischen Schulpartnerschaften hat – es gibt deutlich weniger verheißungsvolle Startbedingungen für Austauschprogramme.“

 

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