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Le prix des lycéens allemands 2019

[...] Jedes Jahr lesen die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen vier Bücher und wählen dann nach mehreren Debatten in der Fremdsprache ihr Lieblingsbuch. Zwei gewählte Delegierte jeder Klasse fahren daraufhin nach Stuttgart, um sich dort in Debatten mit Vertretern weiterer Schulen Baden-Württembergs zu messen mit dem Ziel, als Vertreter des Bundeslandes nach Leipzig zur Buchmesse zu reisen.

Am 22.02.2019 machten wir uns auf den Weg nach Stuttgart zur Landesjury des „Prix des lycéens allemands“. Am Bahnhof angekommen, ging es direkt weiter zum modernen Institut Français in Stuttgart. Pünktlich um 11 Uhr, nachdem alle eingetroffen waren, begann das Programm. Auf eine Willkommensrede folgte sofort die erste Arbeitsphase. Die Delegierten bereiteten für die nominierten Bücher („La Maraude“ von Ahmed Kalouaz, „Un détective très très très spécial“ von Romain Puértolas, „Une fille de…“ von Jo Witek und „Dans la forêt de Hokkaido“ von Eric Pessan) kreative Kurzvorträge auf Französisch vor. Währenddessen erarbeiteten die Ersatzdelegierten die Bewertungskriterien für die Wahl des Landesdelegierten für Leipzig. Diese Person würde dann das Land Baden-Württemberg in der Bundesjury vertreten und das endgültige Lieblingsbuch mitwählen. Anschließend wurden die Ergebnisse beider Gruppen präsentiert. Die Delegierten debattierten fast eine Stunde lang über die Vor- und Nachteile jedes Buches, und es wurde ein erstes Mal abgestimmt. Dieses Jahr war das Sprachniveau sehr hoch. Die Ersatzdelegierten machten sich während der Diskussion Notizen. Um 13 Uhr gab es ein Buffet für alle, und man konnte sich mit den anderen Teilnehmern austauschen. Nach der Pause wurde noch einmal kurz debattiert und eine finale Abstimmung getätigt. „Une fille de…“ von Jo Witek wurde mit großem Abstand zu den anderen Büchern zum vorläufigen Sieger gekürt. Die Ersatzdelegierten zogen sich anschließend zur Wahl des Landesdelegierten zurück. Gewählt wurde verdientermaßen mit großer Mehrheit Ira Godenschwege, unsere Vertreterin des Kooperationskurses Französisch des Lessing-Gymnasiums. Nach einem anstrengenden, schönen und auch erfolgreichen Tag fuhren wir wieder mit dem Zug nach Hause. Es war sehr schön, so viele verschiedene Menschen kennenzulernen, die sich genau so sehr für die französische Sprache interessieren wie wir.

Am 21.03.2019, machten sich dann Ira Godenschwege und Frau Merker, Lehrerin des Kooperationskurses am Lessing-Gymnasium, auf den Weg nach Leipzig. Im Rahmen der Leipziger Buchmesse wurde dort dieses Jahr der „Prix des lycéens allemands“ verliehen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es durch die Leipziger Altstadt in Richtung des Institut Français. Dort begann das Programm auch direkt mit einer Begrüßung der anwesenden 15 Schüler und Schülerinnen aus den einzelnen Bundesländern und deren Lehrern durch Herrn Jean-Christophe Tailpied, Leiter des Institut Français Leipzig, und Frau Heike Paul, Referentin für interkulturelle Bildung und Erziehung im Landesamt für Schule und Bildung. Daraufhin debattierten die Schüler über den endgültigen Gewinner des „Prix des lycéens allemands“. Nach der anschließenden Wahl und deren Ergebnis wurden die Schüler um Stillschweigen gebeten, da man die Preisverleihung spannend machen wollte. Es gab jedoch danach keine Pause, sondern die Schüler wurden in kleine Gruppen eingeteilt, die die verschiedenen Bücher in einem kreativen Vortrag für die Preisverleihung des nächsten Tages vorbereiteten. Ira kam in die Gruppe, welche das Buch „Dans la forêt de Hokkaido“ von Eric Pessan präsentierte. Nach einer letzten Generalprobe vor den Verantwortlichen machte man sich nach sechs Stunden harter Arbeit auf den Weg in die Jugendherberge, wo gemeinsam zu Abend gegessen wurde.

Am nächsten Morgen ging es früh los. Um 9 Uhr verließen alle gemeinsam die Jugendherberge und machten sich mit den restlichen Menschenmassen auf den Weg zur Leipziger Buchmesse. Dort ging es dann auch direkt in den Vortragssaal zu einer Lesung und Diskussion mit dem Autor Romain Puértolas („Un détective très très très spécial“) und den Herausgebern François Martin („Une fille de…“) und Véronique HaÎtse („La maraude“ und „Dans la forêt de Hokkaido“). Hierbei konnte man viel über das Verlagswesen und die Entstehung verschiedener Buchcharaktere lernen. Anschließend gab es ein gemeinsames Mittagessen und kurz Zeit, sich die Messe anzuschauen. Danach fand direkt die Vorbereitung der Preisverleihung statt, bei der nur Eingeweihte dabei sein durften. Die Bühne wurde vorbereitet und noch einmal alle Darstellungen der Bücher geprobt. Der Saal begann sich zu füllen. 250 Menschen waren gekommen, um sich die Preisverleihung anzuschauen. Unter ihnen die französische Botschafterin, Anne-Marie Descôtes, der Vorsitzende der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer, Rolf Beck und ein Vertreter des Klett Verlages. Im Wechsel wurden Reden gehalten und die Bücher präsentiert. Nun konnte die eigentliche Preisverleihung beginnen. Die Delegierten standen nach und nach auf und nannten jeweils einen Hinweis. Diese deuteten mehr und mehr auf das gewinnende Buch hin. Dieses ist im Jahr 2019 „Une fille de…“ von Jo Witek. Dieser Roman wird jetzt vom Klett Verlag als Schullektüre für die kommenden Oberstufen verlegt.

Insgesamt war es eine sehr tolle Veranstaltung, die sehr viel Spaß gemacht hat und es war eine gute Gelegenheit, mal wieder Französisch zu sprechen.

Theresa Hertel und Ira Godenschwege


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