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Seminarkurs "Soziale Herausforderungen in Mannheim"

Besuch im "Horst-Schroff-Seniorenpflege-Zentrum" in Seckenheim

Am 25.04.2018 besuchte der Seminarkurs „Soziale Herausforderungen in Mannheim“ des Feudenheim-Gymnasiums das Horst-Schroff-Seniorenpflege-Zentrum in Seckenheim. Es wurde 2005 als eine Einrichtung des Caritasverbandes eröffnet und ist somit ein Teil der katholischen Kirche. Das Haus steht aber konfessionsunabhängig allen Frauen und Männern offen. Zu Beginn hieß das Seniorenheim „SeniorenPflegeZentrum (SPZ)“, wurde aber nach der aktiven Zeit des Mannheimer Dekans Horst Schroff nach ihm benannt.
Im Heim wohnen 100 Bewohner aufgeteilt auf fünf Stockwerke und drei Wohnbereiche. Jedes Stockwerk ist barrierefrei zugänglich und besitzt eine bestimmte Farbe, die zur Orientierung dient. Betreut werden die Bewohner von 100 Mitarbeitern, jedoch gibt es keine Eins- zu- Eins- Betreuung, da sich unter den Mitarbeitern auch eine Köchin, Küchenhelfer, Hauswirtschaftshelfer, Verwaltungsfachkräfte, Empfangsmitarbeiter und Haustechniker befinden. Die Anzahl an Pflegern ist vorgegeben und hängt von den Pflegegraden der Patienten ab. Außerdem bietet das Heim sechs Appartements für betreutes Wohnen an. Dort werden bei Bedarf Hilfs- und Betreuungsleistungen angeboten und in Notfällen können die Bewohner die Pflegekräfte über Rufanlagen erreichen. Neben den Mitarbeitern engagieren sich auch Ehrenamtliche, Studenten und FSJ-ler im Heim und bieten Freizeitangebote an, helfen bei Veranstaltungen oder betreuen einzelne Bewohner.
An erster Stelle steht das Wohl und die Würde der Bewohner. Jeder Bewohner wird als individuelle Persönlichkeit wertgeschätzt. Deshalb wurde bei der Architektur des Hauses großer Wert auf Licht und eine ansprechende Form und Gestaltung gelegt. Das Haus besitzt einen Innenhof, in dem ein Springbrunnen und ein Klanggarten für Entspannung sorgen. Daneben besitzt das Heim auch einen Garten. Das Haus verfügt über eine eigene Küche und eine Wäscherei. Das Essen kann in einer Cafeteria gegessen werden. Daneben stehen den Bewohnern Mehrzweckräume, ein Friseurraum, ein Beschäftigungsraum, Gemeinschaftsbalkone, Dachterrassen und eine Hauskapelle zur Verfügung. In der Hauskapelle St. Elisabeth finden regelmäßig Gottesdienste statt.
Aufgrund der vielen demenzerkannten Bewohner ist die Einrichtung des Pflegezentrums mit Gegenständen eingerichtet, die ihre Bewohner an „alte Zeiten“ erinnern soll. Die Bewohner sollen dadurch Erinnerungen an früher bekommen und somit ein Gesprächsthema finden. Des Weiteren steht den Bewohnern ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten zur Verfügung, unter anderem Singen und Musizieren, Gymnastik, Spiele und Gedächtnistraining.
Die Kosten für einen Heimplatz hängen vom jeweiligen Pflegegrad ab. Es gibt fünf verschiedene Pflegegrade, wobei eins ein schwacher und fünf ein starker Pflegegrad ist. Die Finanzierung erfolgt folgendermaßen: Erst wird die Rente des Patienten für die Kosten verwendet. Sollte das nicht reichen, werden die Kosten durch eine Versicherung, das Vermögen des Patienten und Angehörige gedeckt.
Dank dieses informativen Vortrags wurde uns das alltägliche Leben in einem Seniorenwohnheim nähergebracht. Das Horst-Schroff-Seniorenpflege-Zentrum machte auf uns einen sehr guten und gepflegten Eindruck. Der gesamte Seminarkurs bedankt sich bei Dagmar Hinterberger für diesen informativen Vortrag.

Nicolas Bauer


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