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Ausflug in die Mannheimer Synagoge

Unser Ausflug in die Synagoge

Am 4. April sind wir mit unserer Klasse in die Synagoge nach Mannheim gefahren. Die Synagoge ist ein Versammlungsort und das Gotteshaus der Juden. Bei unserer Ankunft wurden wir von einer netten Frau aus der Gemeinde empfangen. Diese führte uns herum und erzählte und erklärte uns alles.Sobald Männer und Jungen die Synagoge betreten, müssen sie eine Kippa tragen. Diese soll Ehrfurcht und Bescheidenheit vor Gott ausdrücken. Auch die Jungs aus unserer Klasse mussten eine solche Kopfbedeckung tragen.

Als wir den Innenraum der Synagoge betraten fielen uns sofort einige Dinge auf, die wir bereits im Religionsunterricht gelernt hatten. Am Türrahmen erkannten wir die Mesusa. Das ist ein Behälter, der einen kleinen Text aus der Tora enthält. Die Tora ist die heilige Schrift der Juden. Ach übrigens, sie kostet bis zu 30.000 Euro und ein extra Schreiber muss sie anfertigen. Das dauert bis zu einem Jahr. Der Inhalt der Tora wird auf Pergament geschrieben. Man darf sie nicht mit den Fingern berühren, deswegen benutzt man einen Jad (einen Zeigestab) zum Lesen. Das Lesepult für die Tora steht in der Mitte des Raumes und nicht ganz vorne, wie der Altar in einer Kirche. Neben dem Toraschrank stand die Menora. Die Menora ist ein siebenarmiger Leuchter. Über dem Toraschrank hingen zwei Steintafeln mit den 10 Geboten auf Hebräisch. Von der Decke hing das ewige Licht. Dies drückt die ständige Gegenwart Gottes aus. Die Frauen sitzen entweder auf der Frauenempore oder links und rechts von den Seiten des Innenraumes. Sie sitzen also getrennt von den Männern. Die Synagoge hat nicht wie eine Kirche ein spitzes Dach, sondern ein Kuppeldach. Das Kuppeldach der Synagoge in Mannheim ist mit einem extra angefertigten gewebten Teppich überzogen. In der Mitte der Kuppel ist ein Davidstern abgebildet. In der Synagoge gibt es keine Figuren von Engeln oder Heiligen. Die Juden warten noch auf den Messias, da sie Jesus nicht als Gottessohn und Messias anerkennen. Uns wurde auch der Ablauf eines jüdischen Gottesdienstes erklärt. Das war sehr interessant. Doch das Beste war, dass wir einen Blick in den Toraschrank werfen durften und die unterschiedlichen Toras betrachten durften. Das war toll -vielen Dank !

Klasse 6a


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