Feudenheim Gymnasium Mannheim

Studienfahrt Istrien 2011

Reisetagebuch

Istrien (Bild 01)1. Tag, 23.10.2011

18.30 Uhr, alle Schülerinnen und Schüler waren anwesend, Frau Hügel, Frau Jung, Herr Heilmann und Herr Keller ebenfalls. Nun konnte es losgehen! Unsere Studienfahrt nach Istrien begann mit einer langen Busfahrt über Österreich und Slowenien und führte uns direkt nach Pula in unser Hotel. Alle freuten sich nach diesen harten 13 Stunden auf ein großes und leckeres Frühstück, allerdings wurden unsere Erwartungen nur bedingt erfüllt. Die Auswahl war zwar groß, aber sogar Herr Heilmann kam nicht umhin, das Frühstück eine riesengroße Frechheit zu nennen.
Nach dem Frühstück stand bereits der nächste Programmpunkt an: Der erste Tag an der meeresbiologischen Schule von Pula! Die Schule selbst war nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt. Mit unseren Badesachen im Gepäck befanden wir uns schon bald an unserem Ziel. Die deutschsprachige Meeresschule wurde geführt von einem österreichischen Biologen, Johannes Salvenmoser. Seine Assistenten waren einige Studenten von verschiedenen Universitäten deutschsprachiger Länder, v.a. aus Österreich. In einem etwa einstündigen Vortrag präsentierten sie uns, welche Meerestiere und –pflanzen in dem Gewässer vor der Meeresschule vorzufinden waren, Algen und Schwämme, sowie Seeigel und Seegurken, um nur einige zu nennen. Dann ging es an den praktischen Teil des Programms. Jeder zog Neoprenanzug, Taucherbrille und Schnorchel an und wir stiegen in Zweiergruppen ins Wasser, um einige der Lebewesen einzufangen.
Nachdem sich alle geduscht, umgezogen und etwas aufgewärmt hatten, ging es zum Mittagessen in die örtliche Pizzeria, was schon ein Fortschritt gegenüber dem Frühstück war.
Um 14 Uhr war wieder Arbeiten angesagt. Nach einer kurzen Einführung in die kommende Aufgabe verließen wir die Meeresschule erneut in Richtung Küste, diesmal aber an eine etwas entfernter gelegene Stelle. In der Folgezeit untersuchten wir zusammen mit neuen Betreuern in Kleingruppen die an der Felsenküste entstandenen Tümpel. Jede der fünf Gruppen bekam eine individuelle Aufgabe über Lebewesen, Pflanzen, die dort vorherrschenden Bedingungen und den Aufbau der Küste gestellt, die anschließend vor der ganzen Gruppe präsentiert werden sollte.
Nachdem alle Ergebnisse vorgetragen waren, ging es dann zurück ins Hotel, wo wir nun endlich unsere Zimmer beziehen konnten und uns etwas von der Busfahrt erholen konnten. Nun hatten wir etwa drei Stunden Zeit, um uns mit der Umgebung vertraut zu machen, einige nützliche Dinge einzukaufen oder auch etwas Schlaf nachzuholen.
Um 19 Uhr gab es dann Abendessen. Herr Heilmanns Kommentar dazu: „Man konnte es essen.“
Die Auflagen für diesen ersten Abend gaben vor, um 22 Uhr im Hotel zu sein, um aufgrund der ganzen Strapazen etwas früher schlafen zu gehen. Da alle Schnorchlerinnen und Schnorchler müde und geschafft waren, endete der erste Tag in Pula schon relativ früh.

Rahul Mahadevan + Nils Hufnagel


Istrien (Bild 02)2.Tag, den 24.Oktober 2011 – Meeresschule Grottentauchen

Nach einem Gaumenschmaus von Frühstück, zog die Gruppe munter und erfrischt zur meeresbiologischen Schule, um über den weiteren Tagesablauf belehrt und vorbereitet zu werden. Infolgedessen hörten wir vieles über die Flora und Fauna einer Grotte, welche es an diesem Tage zu besuchen galt, danach fuhren wir 15 Minuten in der herbstlichen Frische Kroatiens zur soeben genannten Grotte. Nachdem die Anhöhe nach der Anlegestelle überwunden, die Unentschlossenheit ins eiskalte Wasser zu springen besiegt und der Neoprenanzug angezogen war, erforschte der Großteil der Gruppe eine Grotte mit einer Vielzahl von tierischen und pflanzlichen Lebewesen in Form von Fischen, Algen, Quallen, Fledermäusen, Schwämmen und vielem mehr. Alle Schnorchler wagten einen waghalsigen Sprung vom Grotteneingang, woraufhin sich die Abtrocknenden von der Betrachtung springender Delfine erquickten. Nach der Rückfahrt zur Meeresschule erwartete uns eine erfrischende Mittagspause mit anschließender Jagd auf die Bewohner des Meeresbodens in der Bucht vor der Meeresschule. Dabei wurde ein Netz über den Meeresboden gezogen und der resultierende Fang begutachtet und mikroskopiert. Das Programm in der meeresbiologischen Schule neigte sich dem Ende zu. Nach einer zweistündigen Freizeit und einer nahrhaften Mahlzeit im Hotel, blieb uns der Abend zur freien Gestaltung.

Fridolin Weber & Konstantin Schneider


Istrien (Bild 03)3. Tag, 25.10.2011

Der dritte Tag begann wie auch die anderen mit einem ausgiebigen Frühstück. Für den Tag war ein Ausflug in das Zentrum von Pula geplant. Am Hoteleingang wurden wir von zwei freundlichen Reiseführern empfangen. Gemeinsam mit ihnen fuhren wir dann in Richtung Zentrum. Unser erstes Ziel war das Amphitheater, welches das sechstgrößte Gebäude der Römer ist, dass sie je außerhalb von Rom gebaut haben. Anschließend ging es weiter in Richtung anderer Sehenswürdigkeiten der Stadt. Außer den Informationen über einzelne Gebäude gaben uns unsere Reiseführer auch einen Einblick in die aufregende Vergangenheit der istrischen Halbinsel.
Nachdem die Führung beendet war, durften wir uns frei in der Stadt bewegen. Viele nutzten diese Gelegenheit um die kulinarischen Spezialitäten Kroatiens zu probieren und suchten verschiedene Restaurants auf. Anschließend besuchten wir einige Läden in der Stadt. Diese hätten unterschiedlicher nicht sein können, es gab alles, von Souvenirshops bis hin zu edlen Boutiquen. Einige Schüler fanden hier ihr passendes Erinnerungsstück oder Mitbringsel für Familie oder Freunde. Am Abend kamen alle wieder am vereinbarten Treffpunkt zusammen und man fuhr wieder gemeinsam zurück zum Hotel. Auf den Zimmern erholten sich die Schüler erst einmal von diesem Stadtbummel. Später ging es dann zum Abendessen, welches wieder sehr gut schmeckte und einen schönen Tag abrundete

Christian Back


Istrien (Bild 04)4. Tag, 26.10.2011

Wie jeder Tag begann auch der vierte Tag mit einem Frühstücksbuffet, das jedoch den ein oder andren Wunsch übrig ließ. Dann ging es mit dem Bus in ein nahegelegenes Fischerdorf, wo wir auf ein Boot umstiegen, das uns auf die Insel Prijuni brachte. Dort wurden wir von einer netten Reiseführerin empfangen, die uns den Rest des Tages begleitete. Wir starteten mit einer Rundfahrt über die Insel in einer Bimmelbahn. Dabei fuhren wir durch einen Safaripark, sahen alte Regierungsgebäude und eine kleine Kapelle, an der wir eine Pause machten, aus der Bahn ausstiegen und von nun an zu Fuß weitergingen. Das Wetter verschlechterte sich zusehends, als wir die Museen betraten. Im ersten gab es ausgestopfte Tiere zu bewundern, im zweiten war die Geschichte der Insel anschaulich zusammengefasst. Als wir zurück zum Schiff wollten, mussten wir feststellen dass es in Strömen regnete, sodass alle durchnässt waren, als wir endlich das Boot erreichten. Somit fiel die ursprüngliche Nachmittagsplanung, das Aquarium von Pula zu besichtigen, im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser und wir fuhren direkt zurück zum Hotel. Hier wartete eine warme Dusche und leckeres Abendessen. Wer wollte konnte danach die extra für die Deutschen Schüler geöffnete Disco besuchen. So ging dann auch der vierte Tag zu Ende....

Nikolai Henn


Istrien (Bild 05)5. Tag, 27.10.2011

Nach dem Frühstück am letzten Tag unserer Studienfahrt wurden die Koffer fertig gepackt und unsere Zimmer aufgeräumt. Da wir unser Hotel bereits am Morgen verließen, wurde unser Gepäck in den Bus geladen und alles für die Abfahrt am Abend vorbereitet. Nachdem alle Zimmer fertig und die Schlüssel abgegeben waren, brachen wir zu unserem letzten Programmpunkt auf und fuhren ein weiteres Mal in das Zentrum von Pula. Vom dortigen Hafen aus begann gegen 10 Uhr unsere Bootstour nach Rovinj, eine Stadt an der Westküste Istriens. Die Hinfahrt allein dauerte zwei Stunden, so dass wir viel vom adriatischen Meer sehen konnten. Da es am letzten Tag in Istrien noch einmal wärmer wurde, konnte man die Aussicht vom oberen Deck des Schiffes genießen. Wir erblickten viele kleinere Inseln auf dem Weg, die meisten davon waren jedoch unbewohnt. Auf einer jedoch entdeckten wir sogar ein Hotel, dass nahezu eine komplette Insel allein umfasste. Der Großteil der kroatischen Küste besteht aus steilen Klippen, so dass die Vegetation dort noch sehr stark ist und viele Bäume und Sträucher in Meeresnähe wachsen. Zusammen mit der Sonne und dem Meer ergab sich ein schönes Panorama. Die Fahrt verlief relativ ruhig, da wir nur vereinzelt Fischerboote in unserer Nähe erblickten und keine größeren Schiffe unserem Weg kreuzten. Die internationale Schlagermusik auf unserem Boot trug ebenfalls zur entspannten Atmosphäre bei. Gegen 12 Uhr legten wir dann in Rovinj an. Nun hatten wir einen ca. 3-stündigen Aufenthalt in Rovinj, wo wir in Dreiergruppen die Stadt besichtigen konnten. Sehr lohnenswert war der Aufstieg zur Kirche, die sich auf einem Hügel befand. Von dort hatte man eine sehr schöne Aussicht auf die gesamte Umgebung und die verschiedenen Inseln. Auch das Essen war gut, besonders für Fisch- und Meeresfrüchte-Liebhaber gab es hier einiges zu bieten. Um 15 Uhr trafen wir uns dann wieder, um gemeinsam mit dem Boot in Richtung Pula zu fahren. Auf dieser Fahrt sahen wir noch einen Fjord, während wir frisch gefangenen Fisch aßen. Dieser wurde in der Bordküche zubereitet und mit Brot serviert. Im Sonnenuntergang fuhren wir nun nach Pula zurück. Hier hatten wir wieder ca. eine Stunde Pause, in der wir uns mit Essen für die Busfahrt versorgen sollten. Gegen frühen Abend traten wir dann unsere Heimreise nach Mannheim an, wo wir nach 12 Stunden müde ankamen.

Samuel Krauss-Rosskamm



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