Feudenheim Gymnasium Mannheim

9. Klassen vor dem ZuckerwerkNwT-Exkursion der 9. Klassen

Besuch im Zuckerwerk Offstein

Am 1. Dezember 2010 besuchten die 9. Klassen im Rahmen des NWT-Projekts (Naturwissenschaft und Technik) „Zucker“ das Südzuckerwerk in Offstein.

Da wir schon zuvor im Unterricht die Zuckerherstellung und Zuckerbestimmung durchgenommen hatten, wollten wir uns die Herstellung nun auch mal im großen Format ansehen und wo kann man das besser als in einer Zuckerfabrik? Geleitet wurde die Führung von zwei ehemaligen Mitarbeitern der Südzucker AG (Laborleiter).

Beim Betreten des Fabrikgeländes ließ sich der erste Eindruck der Schüler durch gerümpfte Nasen schnell anmerken. Es lag ein schwerer Geruch von nasser Erde und irgendwas anderem, Undefinierbarem in der Luft, was uns aber nicht daran hinderte, weiter mit der Führung fortzufahren.

Als erstes fielen die drei großen Extraktionstürme ins Auge, in welchen die bereits geschnittenen und gewaschenen Rübenschnitzel im 70°Celcius heißen Wasser gebadet werden, um den zuckerhaltigen Rohsaft zu gewinnen.


Im Zuckerwerk Später dann kamen wir an großen Becken vorbei, gefüllt mit einer weißen Flüssigkeit, die laut Warnschilder die Kalkmilch war. Man erklärte uns, dass die angelieferten Kalksteine mit Koks gebrannt werden, das frei werdende Kohlendioxyd aufgefangen wird und im Laufe des Saftreinigungsprozesses zum Ausfällen der mit dem Zuckersaft gemischten Kalkmilch im Reinigungsprozess verwendet wird.

Durch mehrstufiges Verdampfen entsteht nun ein Dicksaft, welcher durch verschiedene Raffinationsprozesse zum Kristallzucker weiterverarbeitet wird. Der Dicksaft wird in Zentrifugen gebracht, wo der Sirup von den Kristallen getrennt wird. Die letzten Sirupreste werden mit heißem Wasser weggespült. Was dann zurückbleibt, sind die glasklaren Zuckerkristalle, in denen sich das Licht schneeweiß bricht. Durch Auflösen dieses Zuckers und erneute Kristallisation entsteht die Raffinade - Zucker von höchster Reinheit.

Nach einer sehr Informativen Führung durften wir noch in der Werkskantine zusammen mit den Arbeitern zu Mittag essen.

Alles in allem war es eine sehr Interessante Führung und wir bedanken uns dafür!

Paulina Biegel 9b, Darius Barthel 9a (NwT Fr. Trendelenburg)



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