Seminarkurs "Soziale Probleme in Mannheim" (2010/11)
Exkursion zum "Jobcenter Junges Mannheim"
Verfasst von Nico Antoni (K1-4) und Marcel Scheuermann (K1-6) am 26.04.2011
Der Seminarkurs beschäftigt sich ein Schuljahr lang mit einem bestimmten Thema, welches die Schüler in ihrer Seminararbeit selbständig erarbeiten und präsentieren.
Am 30.03.2011 machte sich der Seminarkurs „Soziale Probleme“ auf, um das Job-Center Junges Mannheim zu besuchen. Die Veranstaltung wurde von Nico Antoni und Marcel Scheuermann organisiert und von den Lehrkräften Frau Oeming und Herrn Vogler begleitet. Beim Job-Center Mannheim angekommen begrüßte Manager Joachim Burg den Kurs freundlich und verschaffte uns einen genaueren Einblick in die Geschäftsstelle des Job-Centers, wo auch später der gesamte Vortrag stattfand.
Zu Beginn der Veranstaltung erklärte Herr Burg den Unterschied zwischen der Bundesagentur für Arbeit und dem Job-Center Mannheim. Während die Bundesagentur für Arbeit für das Arbeitslosengeld I zuständig sei, übernehme das Job-Center den Zuständigkeitsbereich für das Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Des Weiteren informierte er unseren Seminarkurs über die Einführung und Umsetzung der Hartz IV-Reform.
Das Motto des Job-Centers Junges Mannheim „Fürs Nichtstun gibt es auch kein Geld!“, das dem Prinzip des „Förderns und Forderns“ unterliege, erkläre zudem die beeindruckenden Arbeitslosenzahlen (Stand: Februar 2011) von den unter 25-Jährigen in Mannheim: Insgesamt gibt es 11.185 Menschen in Mannheim ohne Arbeit, das entspricht ungefähr 7,3% der Einwohner Mannheims. Von diesen sind gerade einmal 59 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos!
Die niedrigen Werte (einzigartig in Deutschland!) sind auch auf die verschiedenen Strategien zum Abbau von Arbeitslosigkeit zurückzuführen. Zum einen gibt es die Mannheimer Erstantragsstelle (MEAS), bei der eine schnelle, individuelle und qualifizierte Beratung für den Arbeitslosen stattfindet. Jeder Arbeitslose hat einen persönlichen Ansprechpartner, wodurch die Gespräche auf Vertrauensbasis geführt werden können. Zum anderen spielt die gute Kooperation mit Mannheimer Unternehmen eine große Rolle. Als Beispiel hierfür ist das Angebot „Jump plus“ zu nennen, welches nur für die unter 25-Jährigen gilt und eine Soforthilfe am Tag der Antragstellung beinhaltet. Hierbei werden Stellen für verschiedene Praktika oder gar eine mögliche Ausbildung vorgestellt.
Zu guter Letzt stellte Herr Burg unserem Seminarkurs noch das „Integrationsprojekt Hochstätt“ vor. Hierbei handelt es sich um eine gezielte Förderung auf Stadtteilebene, wodurch die Arbeitslosenquote in diesem Stadtteil auf ein Minimum reduziert werden konnte.
Nach dieser sehr informativen Veranstaltung bedankte und verabschiedete sich der Kurs und machte sich gut gelaunt auf den Heimweg.

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