Feudenheim Gymnasium Mannheim

Produkte der KokosnussTropische Nutzpflanzen im Pflanzenschauhaus

Klasse 7b besucht die "Grüne Schule" im Luisenpark

Äpfel, Karotten, Kartoffeln, Getreide und andere einheimische Nutzpflanzen sind uns vertraut. Aber welche Nutzpflanzen gibt es in den Tropen? Wie sehen sie aus? Was kann man daraus herstellen?
Nachdem im Erdkundeunterricht ‚die Tropen’ behandelt waren, sollten die Fragen nach den Nutzpflanzen bei einem Besuch der ‚Grünen Schule’ im Luisenpark am 7.12.2010 beantwortet werden.

Frau Rieckmann, Mitarbeiterin der grünen Schule, begann den Rundgang im Pflanzenschauhaus bei der Kokospalme. Die Schüler erfuhren, dass nicht nur das Fleisch des Samens zur Ölgewinnung oder zum direkten Verzehr genutzt wird, sondern dass praktisch alle Teile der Kokosnuss und der Palme selbst genutzt werden. Aus der Samenhülle werden z.B. Kokosfasern für Seile oder Dämmmaterial gewonnen, aus der harten Schale können Gefäße und Schmuck hergestellt werden, Blätter und Holz des Baums dienen als Baustoffe.


Bananenstaude mit BlüteAn der Bananenstaude, an der gerade viele grüne Bananen hingen, verblüffte Frau Rieckmann die Schüler mit der Frage, wo sich eigentlich die Bananensamen befinden. Bei einer Kostprobe eines Bananenstücks vergewisserten sich die Schüler, dass unsere Kulturbananen keine Samen enthalten. Das ist für uns Verbraucher sehr angenehm, denn die bis zu 100 sehr harten, etwa erbsengroßen Samen würden beim Verzehr der Bananen sehr stören. Die Kulturbananen werden deshalb ungeschlechtlich über Ausläufer vermehrt.
Die Frage nach dem Unterschied zwischen Vanillin-Zucker und Vanille-Zucker ließ die Referentin in fragende Gesichter blicken. Die Schüler erfuhren, dass die echte Vanille aus der Samenkapsel einer Orchidee gewonnen wird, während Vanillin chemisch hergestelltes (künstliches) Vanillearoma ist. Eine Kostprobe von beiden Backzutaten machte den Unterschied schmeckbar.


Ein Höhepunkt der Führung war nach der Vorstellung der Kakaopflanze der Test der Schmelzzeit von weißer, Vollmilch- und Bitterschokolade im Mund. Die Schülerinnen und Schüler fanden schnell heraus, dass die weiße Schokolade am schnellsten im Mund schmilzt. Sie enthält nämlich nur die aus den gerösteten Kakaobohnen gepresste Kakaobutter aber keinen Kakao. Der Kakao, der beim Pressen der Bohnen zurück bleibt, färbt die anderen Schokoladen je nach Menge mehr oder weniger dunkel und die verlängert ihre Schmelzzeit entsprechend.

Grüne SchuleNach einer abwechslungsreichen Stunde im Pflanzenschauhaus waren viele Fragen zu den tropischen Nutzpflanzen nicht nur durch Sehen und Hören sondern auch durch Schmecken und Fühlen beantwortet.

Weitere Infomationen zur grünen Schule im Luisenpark gibt es unter:
http://www.luisenpark.de/mein-luisenpark/parkpaedagogik/die-gruene-schule



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