Feudenheim Gymnasium Mannheim

Das Feudenheim-Gymnasium ist Stützpunktschule für Molekularbiologie

Das FGM hat seit dem Schuljahr 2005/06 unter der Leitung von Frau Dr. Bollen und Frau Jünger seine Pforten als sechste Stützpunktschule für Molekularbiologie in Nordbaden geöffnet.

Schülermentoren im Schuljahr 2009 / 2010
wwwwwwwwwwwwwwwwwwwDas Schülermentorenteam wwwwwwwwwwwwwwwwwww

Was versteht man unter einer Stützpunktschule für Molekularbiologie?

Eine Stützpunktschule ist generell als Schnittstelle zwischen Schule und außerschulischen Partnern wie Hochschulen,Forschungseinrichtungen und Industrie zu verstehen, um über diesen Dialog eine Weiterentwicklung des naturwissenschaftlichen Unterrichts und eine Förderung von besonders interessierten und begabten Jugendlichen zu erzielen. Zudem dienen die Stützpunktschulen sowohl als regionale Ansprechpartner im Bereich Molekularbiologie für Lehrer und Schüler benachbarter Gymnasien als auch als Kontaktstellen für interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Schule.

Das von der Initiative "Jugend und Wissenschaft" angeregte Pilotprojekt wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe und dem Seminar für Didaktik und Lehrerfortbildung sowie zahlreichen Sponsoren (Hauptsponsor Fa. Pfizer) realisiert. In den letzten Jahren haben sich bereits Stützpunktschulen dieser Fachrichtung in Karlsruhe, Walldorf, Heidelberg, Königsbach-Stein und Calw-Stammheim etabliert.

Was wird konkret an den einzelnen Stützpunktschulen angeboten?

In der konkreten Umsetzung werden hierbei an den jeweiligen Stützpunktschulen Praktika für Schüler der Oberstufe (sowohl eigener als auch umliegender Schulen) und Lehrerfortbildungen zu verschiedenen molekularbiologischen und gentechnischen Experimenten angeboten, die von der Thematik her als „Meilensteine“ der Molekularbiologie anzusehen sind. Die Termine für Fortbildungen finden Sie am Ende der Seite.

Welche Zielsetzung verfolgen die Stützpunktschulen?

Ziel der Stützpunktschulen ist es, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu geben, molekularbiologische Experimente durchzuführen, welche mangels Ausstattung an der eigenen Schule oft nicht möglich sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei neben dem „Schnuppern von Laborluft“ in der Vermittlung molekularbiologischer Arbeitstechniken und der Handhabung von Laborgeräten.

Eine kleinere Anzahl interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler der eigenen Schule erhalten zudem in jedem Schuljahr die Möglichkeit, eine Sonderausbildung als „Schülermentoren“ zu absolvieren, die unter Anderem auch eine mehrtägige Schülerfortbildung mit Theorie und Einweisung in gentechnische Arbeitstechniken am Forschungszentrum Karlsruhe beinhaltet. Diese Schülermentoren assistieren nach Abschluss ihrer Ausbildung bei der Durchführung der Praktika und Fortbildungen und erhalten so auch die Möglichkeit ihr Interesse an der Molekularbiologie auszubauen und sich zudem eine Zusatzqualifikation hinsichtlich späterer beruflicher Perspektiven zu erarbeiten.

Wie werden Stützpunktschulen finanziert?

Die Geräteausstattung der Stützpunktschulen und das Verbrauchsmaterial für die Experimente werden fast ausschließlich über Spenden finanziert. Die Anschaffungen für die Stützpunktschule Mannheim-Feudenheim wurde unterstützt durch Spenden des Fonds der chemischen Industrie, der BASF AG Ludwigshafen, der Firma Roche, der Firma Pfizer und des Freundeskreises der Schule (FFG).


Folgende Experimente werden an unserer Stützpunktschule angeboten:

• GeneControl - Nobelpreis-Experiment von Jacob-Monod (Experiment zur Genregulation nach Jacob-Monod)
• ELISA (Immunologischer Nachweis und relative Konzentrationsbestimmung der produzierten Antikörper gegen
Glutathion-S-transferase nach vorhergehender Impfung)
• Gendiagnostik bei Chorea Huntington: Molekularbiologischer Nachweis einer genetischen Veranlagung für Chorea Huntington
• GeneProfile (Vaterschaftsnachweis mittels PCR)

NEU ab Januar 2010:
Simulation einer HIV-Verbreitung und Nachweis einer HIV-Infektion mittels ELISA

Wo gibt es weitere Informationen zum Konzept der Stützpunktschulen?

Weitere Informationen - auch zu den angebotenen Experimenten - erhalten Sie auf der allgemeinen Homepage der Stützpunktschulen.


AKTUELLE LEHRERFORTBILDUNGEN:

ELISA: Dienstag, den 08.12.2009 von 12.00 – 16.00 Uhr
Immunologischer Nachweis und relative Konzentrationsbestimmung der produzierten Antikörper gegen Glutathion-S-transferase nach vorhergehender Impfung.

BISHERIGE LEHRERFORTBILDUNGEN:

GeneControl: 14.03.2006, 24.11.2006, 27.11.2007 und 11.11.2008
ELISA: 09.03.2007, 13.11.2007 und 01.04.2008
Gendiagnostik bei Chorea Huntington: 02.12.2008

SCHÜLERPRAKTIKA:

Schülerpraktika können im laufenden Schuljahr dienstags oder freitags durchgeführt werden.


ANMELDUNG/ANSPRECHPARTNER:

Terminabsprache für Lehrerfortbildungen und Schülerpraktika mit der Laborleiterin Frau Urte Jünger über unser Kontaktformular (als Empfänger "Stützpunktschule (Frau Jünger)" auswählen) oder in Ausnahmefällen über das Sekretariat (Frau Raschke Tel. 0621 / 293 8410).

Bitte beachten Sie, dass Sie ein Schülerpraktikum mit Ihrem Kurs nur dann buchen können, wenn Sie das entsprechende Experiment in einer Lehrerfortbildung bereits kennen gelernt haben.


SCHÜLERMENTOREN:

1. Stützpunktschulenforum am 12. Februar 2009

Für die Schülermentoren aller Stützpunktschulen organisieren die Laborleiter etwa einmal im Jahr eine besondere Fortbildungsveranstaltung. Die letzte fand am 12. Februar 2009 zum Thema "Infektionskrankheiten - Prophylaxe und Therapie" statt.
Hierzu fanden sich neben 100 Schülermentoren und interessierten Schülern aller Stützpunktschulen und allen Laborleitern auch hochkarätige Forschungspersönlichkeiten der Universität Heidelberg im Veranstaltungsort Helmholtz-Gymnasium in Heidelberg ein.
Prof. Lanzer aus dem Hygiene-Institut in Heidelberg berichtete eindrucksvoll über die Bedeutung, Verbreitung und Bekämpfung von Malaria, während Prof. Kräusslich aus der Abteilung Virologie der Universität Heidelberg im Anschluss daran einen interessanten Vortrag zum neuesten Stand der AIDS-Forschung 25 Jahre nach Entdeckung des HI-Virus hielt.
Einen ganz anderen Blickwinkel erhielten die anwesenden Schülerinnen und Schüler durch den Beitrag von Noemi Steuer, einer Ethnologin der Universität Basel, die den Anwesenden einen spannenden Überblick über ihre Arbeit an einem AIDS-Projekt in Mali lieferte. Es wurde ersichtlich, dass die Lebensbedingungen eines AIDS-Patienten in Mali sich deutlich von denen eines westeuropäischen Patienten unterscheiden.
Während der Mittagspause wurden die von den Schülermentoren selbst zusammengestellten Plakate zu verschiedenen Aspekten der Infektionskrankheiten Malaria und AIDS präsentiert und innerhalb eines „Marktplatzforums“ ausgestellt.
Am Nachmittag lag der Fokus auf der Darstellung eines Stützpunktschulen-Experimentes zum Thema „Aufreinigung eines Impfstoffes zur Bekämpfung der Tropenkrankheit Bilharziose“. Dazu stellte zunächst Christoph Hiemenz, Schülermentor des FGM, verschiedene Aspekte der Tropenkrankheit „Bilharziose“ in einem wohl vorbereiteten und eindrucksvollen Vortrag dar. Ihm folgte der Vortrag eines weiteren Schülermentors über die „Entwicklung eines Impfstoffes“.
Von der Theorie zur Praxis schritten dann alle Schülermentoren und Schüler, indem sie in verschiedenen Praktikumsräumen die einzelnen Bearbeitungsschritte des Stützpunktschulen-Experiments (Affinitätschromatographie zur Reinigung des Impfstoffes, die Vorbereitung der Gelelektrophorese und schließlich die Auswertung des Gels und die Charakterisierung des Proteins) praktisch erproben konnten.
Der interessante Tag erhielt durch die Prämierung des besten Posters durch Prof. Lanzer eine gelungene Abrundung.

Professor Lanzer befragt die Feudenheimer Mentoren zu ihrem Plakat
Plakat der Feudenheimer Mentoren zum Leben mit AIDS in reichen bzw. armen Ländern
Professor Lanzer gratuliert dem Feudenheimer Mentor zu seinem gelungenem Vortrag

Nachwuchs für die Schülermentoren

In den Herbst- und Faschingsferien wird der Mentorennachwuchs aus den 11. und ab diesem Schuljahr auch aus den 10. Klassen auf den Einsatz an der Stützpunktschule vorbereitet. Die Schüler schnuppern echte Laborluft. Dabei lernen sie die Geräte und Experimente kennen, bei denen sie die Kursteilnehmer der Stützpunktschule® anleiten werden. Dazu gehört die Isolierung von Plasmiden, ebenso wie das Herstellen eines genetischen Fingerabdrucks.

Arbeitsplatz am Institut für Technologie in Karlruhe

Engagement für die Stützpunktschule ausgezeichnet

Seit zwei Jahren engagieren sich sechs Schüler für die Stützpunktschule® für Molekularbiologie, in dem sie Lehrerfortbildungen und Schülerpraktika zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern betreuen. Dieser Einsatz wurde nun durch eine Urkunde des Regierungspräsidiums gewürdigt und bestätigt, die die jungen Leute am 19.11.2009 aus der Hand des Schulleiters Dr. Halfar entgegen nehmen konnten. Der Schulleiter lobte dabei den besonderen Einsatz der angehenden Abiturienten, ohne den das ‚Projekt Stützpunktschule’ zum Scheitern verurteilt wäre.

Mentoren mit Schulleiter und Laborleitern

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