Feudenheim Gymnasium Mannheim

Lebhafte Einblicke und überwältigende Eindrücke beim China-Austausch 2009

Auf der Großen Mauer bei Simatai, 120 Kilometer nordwestlich von PekingVon Sebastian Elvers

Überwältigende Eindrücke zweier Millionenmetropolen, bleibende Erinnerungen unterschiedlichster Erlebnisse, lebhafte Einblicke in den Alltag der heimischen Bevölkerung – all das nahmen zehn Schüler und zwei Lehrer des Feudenheim-Gymnasiums von ihrem Schulaustausch mit, der sie für 16 Tage nach China führte.

Bevor die FGMler ihre Partnerschule in Shanghai besuchten, reisten sie für eine Woche in die Hauptstadt des Reichs der Mitte: Peking. „Unser Reisemotto lautet: Weniger ist mehr“, skizziert Dr. Lorenz Bichler, Chinesisch-Lehrer am FGM, die Grundkonzeption der Fahrt. Folgerichtig besichtigte die Reisegruppe einige wenige ausgewählte Ziele – und diese eben zeitintensiv.


Chinabesuch 2009 (02)
Da man ohne Agentur reiste, war es möglich, sich auch abseits ausgetretener Touristenpfade zu bewegen. So verschlug es die zwölf Feudenheimer beispielsweise auch an die Große Mauer, aber eben nicht nach Badaling, wo es so trubelig ist wie an einem Samstagmittag auf den Planken, sondern nach Simatai, 120 Kilometer nordwestlich von Peking. Während einer fünfstündigen Wanderung auf der Mauer konnte man so die zauberhafte Landschaft und das imposante Bauwerk auf sich wirken lassen.


Chinabesuch 2009 (03)Weitere Highlights in Peking waren ein Besuch der Verbotenen Stadt, des Tiananmen-Platzes, des Mao-Mausoleums, des Himmelspalastes und des Olympia-Geländes. Aber auch die Besichtigung des ältesten Klosters Pekings, wo die Gruppe mit einem Mönch sprach, beeindruckte tief. Als Fortbewegungsmittel hatte man etwas Peking-Typisches ausgewählt: Das Fahrrad. „Man muss sich irgendwie durchwurschteln. Die restlichen Regeln sind etwas unkonkret“, erläuterte Bichler etwas augenzwinkernd die verkehrstechnische Grundregel.


Chinabesuch 2009 (04)Mit wunderbaren Erlebnissen im Gepäck ging es anschließend für neun Tage an die World Foreign Language Middle School of Shanghai – der Partnerschule des FGM. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler nicht nur in den Schulalltag integriert, sondern durch den Aufenthalt in Gastfamilien auch in den Alltag. „Eigentlich möchte ich noch gar nicht wieder heim“, sprach Milena Zervopoulou-Volk vielen aus der Seele, als die Heimfahrt bevor stand. Ein Grund war der Unterricht, der viele Stunden enthielt, die speziell für die FGMler gehalten wurden. Chinesische Malerei und Kunsthandwerk, Schattenboxen, Mandarin und chinesische Musik(instrumente) waren einige der Themen, die auf dem Stundenplan standen.

Ein anderer Hauptgrund für den aufkommenden Wehmut beim Abschied war die Unterbringung in Gastfamilien. „Die Familien machen für einen wirklich alles“, bilanzierte Elftklässler Julian Otto, der ebenso wie seine Schulkameraden die auf einzigartige Weise boomende Stadt Shanghai aus unmittelbarer Nähe erleben durfte: Unter anderem aus der Vogelperspektive vom World Financial Center – dem höchsten Gebäude der Welt. Und so hatte die Gruppe am Ende ihrer Fahrt ein wenig mehr Gespür für das berühmte Zitat des noch berühmteren Marco Polo, der einst über seine Erlebnisse in China schrieb: „Kein Mensch, mag er nun Heide, Sarazene oder Christ sein, hat seit der Erschaffung Adams bis auf den heutigen Tag so viele und so gewaltige Dinge gesehen.“



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