Feudenheim Gymnasium Mannheim

"Yes, we can!" Fünfter Schulaustausch dreier Mannheimer Gymnasien mit den USA

Gruppenbild

Jedes Jahr im Spätherbst bricht seit nunmehr 5 Jahren eine fast vierzigköpfige Gruppe an Schülerinnen und Schüler bzw. begleitenden Lehrern aus drei Mannheimer Gymnasien auf, um einen Schulaustausch zu pflegen, der sich über die Jahre zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt hat.

Der Reiz des Austausches zwischen dem Feudenheim Gymnasium, dem Geschwister Scholl- und dem Liselotte-Gymnasium auf der einen, und der Souhegan High School in Amherst, bzw. der Masenic Regional High School in New Ipswich (New Hampshire) auf der anderen Seite des Atlantik liegt in dem großen Engagement, das auf beiden Seiten ins Gelingen dieses interkulturellen Programms investiert wird. Die professionelle Vorbereitung und Betreuung des Austauschprogramms vor Ort, das stets den Besuch historisch bedeutsamer Orte in Massachusetts und New Hampshire (Boston, Plimoth Plantation, Mayflower II, Harvard University) beinhaltet, geht seit einigen Jahren aber auch andere, vielleicht ungewöhnliche Wege, um den deutschen Teilnehmern amerikanische Alltagskultur näher zu bringen.


In den Baumwipfeln

Dieses Engagement kommt vor allem durch die amerikanischen Kolleginnen Kim Vitchkoski und Cheryl Bellew, die unter Einbeziehung ihrer Kollegien ein abwechslungsreiches Programm für die Gruppe aus Deutschland auf die Beine stellen. Neben normalem Unterricht kletterten alle im Hochseilgarten, erfuhren eine Einführung in die in Europa kaum verbreitete Sportart Lacrosse oder lernten das amerikanische Gewichtssystem und dessen Maßeinheiten beim Apfelkuchenbacken kennen. Im Rahmen des Unterrichts gaben die Schülerinnen und Schüler andererseits bereitwillig Auskunft über kulturelle Unterschiede und wurden als Sachverständige und Botschafter für Fragen zu Ihrer Heimat bemüht. Natürlich war der diesjährige Austausch auch besonders durch die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA geprägt und auch hier wurde angeregt diskutiert.


Boston

Eine der Hauptherausforderungen lag aber sicherlich im täglichen Zusammenleben mit den amerikanischen Gastfamilien, die sorgfältig ausgesucht worden waren und sich allesamt rührend um ihre "German guests" bemühten.
Fernab von Zuhause mussten die Schülerinnen und Schüler nun ihr so sorgfältig erworbenes Englisch anwenden, die Formen der Höflichkeit beachten, aber auch detailliert über deutsches Leben, Kultur und Politik Auskunft geben. Hier gewann Fremdsprachenunterricht endlich Bedeutung – in der Kommunikation mussten die deutschen Teilnehmer diplomatisch und tolerant agieren. Der diesjährigen Gruppe gelang das ausgesprochen gut, so dass viele Gasteltern höchst angetan von den Schülerinnen und Schülern, aber auch vom Programm als solchem waren – ein unschätzbarer Vorteil, wenn man bedenkt, dass auch nächstes Jahr wieder ca. 40 Gastfamilien gefunden werden müssen - obwohl die beiden aufnehmenden Gemeinden in New Hampshire gemeinsam mit ca. 18000 Einwohnern kleiner als die meisten Mannheimer Vororte sind.


Town Hall

Zum Abschluss und Höhepunkt des Austausches verbrachte die Gruppe noch eineinhalb Tage in New York City, wo sie nachts einen wunderschönen Blick vom Empire State Building auf die ganze Stadt hatte und unter anderem Ellis Island, Ground Zero und die Vereinten Nationen besuchte. Überwältigt von den tollen Eindrücken und kehrten alle Teilnehmer wieder gesund nach Mannheim zurück, bereichert um die Erkenntnis, die schon Mark Twain formulierte: "Reisen ist tödlich für Vorurteile."

Die Erfolgsgeschichte wir auch 2009 eine Fortsetzung finden, denn rund 30 Schüler konnten 2008 nicht berücksichtigt werden und hoffen nun auf einen Platz und ähnliche Erlebnisse im Programm 2009.



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