Zwischen Hochhäusern und unberührter Natur: FGM-Schüler in Shanghai und Hong Kong

Von Sebastian Elvers
Mit dem Yu-Garten einen der berühmtesten Gärten Chinas, asiatische Akrobatik, futuristische Skylines, koloniales Erbe und tropische Wälder. Dies sind nur einige Dinge, die 13 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer des Feudenheim Gymnasiums auf ihrem Austausch mit der World Foreign Language Middle School, der chinesischen Partnerschule des FGM in Shanghai, bestaunen durften.
„Ich fand die Reise einfach genial“, verleiht Philipp Schill seiner Begeisterung Ausdruck. Wer will es ihm verdenken? Eine Woche verbrachten die 13 Schülerinnen und Schüler in chinesischen Gastfamilien und bekamen so einmalige Einblicke in den chinesischen Alltag. Schill: „Ich habe tolle Eindrücke gesammelt.“ Dies lag auch daran, dass sich die chinesischen Gastfamilien richtig ins Zeug legten. Neben zahlreichen Shanghaier Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise der berühmten Einkaufsstraße Nanjing Lu, den Bund – die einzigartige koloniale Prachtstraße am Ufer, zog es viele Gastfamilien in das „Wasserland“ vor Shanghai. Dort gibt es zahlreiche Dörfer, in denen die meisten Häuser auf Stelzen stehen und traditionelles chinesisches Leben auf dem Land erfahrbar wird.
Doch nicht nur die Ausflüge in die Stadt und deren Umland, sondern vor allem die Integration in den Schulalltag hinterließ bei den FGM-lern bleibende Eindrücke. „Schön fand ich, dass wir in der Schule Fächer hatten, die wir in Deutschland nicht kennen“, zeigte sich Fridolin Weber zum Beispiel von Fächern wie Tai Ji, Kalligraphie und Wushu angetan. Schließlich wurden die Austauschschüler auch in Chinesisch unterrichtet, gibt es doch seit mehreren Jahren eine Chinesisch-AG am FGM.
Nach diesem einwöchigen Aufenthalt in Shanghai reisten die 15 Feudenheimer weiter nach Hongkong und erlebten eine weitere chinesische Millionenmetropole. Schnell aber merkten die Reisenden, wie sehr sich beide Städte voneinander unterschieden. Vor allem das unmittelbare Nebeneinander von gigantischen Hochhäusern und unberührter Natur, in einigen Gegenden Hongkongs kann man tagelang wandern, ohne eine Menschenseele zu treffen, imponierte.
Augenfällig wurde dies bei einem Besuch der Insel Cheung Chau, die eine halbe Stunde Fährfahrt von Downtown Hongkong entfernt liegt und weiße Sandstrände sowie einsame Buchten zu bieten hat. Aber auch die Insel Lantau mit dem weltberühmten buddhistischen Kloster Polin, welches umgeben ist von malerischen Bergen, zog die Gruppe in ihren Bann.
„Der Austausch war sehr gelungen“, resümiert Teresa Iati, und fügte an: „Das Essen war zum Teil gewöhnungsbedürftig…“
