Feudenheim Gymnasium Mannheim

Beifall für starke Stimmen

Sommerkonzert

Bericht im Mannheimer Morgen vom 17.07.2008

Im Feudenheimer Bonhoefferhaus entführten Schüler, Lehrer und Eltern des Feudenheim-Gymnasiums beim Sommerkonzert ihr Publikum in die Welt der Spirituals und des Blues. Eindrucksvoll interpretierte Ricarda Günther das Lied "Back to Black" mit der Schulband und Thomas Gottschalk am Klavier. Mit der britischen Sängerin Amy Winehouse kann die Achtklässlerin locker mithalten. Das fand auch das Publikum und feierte die junge Frau mit tosendem Applaus, Jubel und begeisterten Pfiffen.

Wolfgang Riedel, der den Schüler-Eltern-Lehrerchor leitet, kennt sie aus dem Unterricht: "Ricarda hat sich schon in der fünften Klasse mit ihrer Stimme von den anderen abgehoben", erklärt er. Gesangsunterricht nehme sie trotzdem nicht. Die Lieder studiere sie selbst ein, weiß er über die Schülerin zu berichten, die auch mit ihrer Tanzgruppe die Bühne betrat, um eine Hip-Hop-Choreographie zu zeigen. Mit nacktem Oberkörper und in afrikanisch anmutende Gewänder gehüllt, lief die Stomp-Gruppe der Schule ein. Auf ihren Congas trommelten die Jungs derart, dass sie ihr Publikum fast von den Stühlen rissen.

Vom Sklavenleben erzählt

Doch so fröhlich Gospels auch anmuten mögen - die afrikanischen Sklaven in Amerika hatten doch ein hartes Los. Darauf gingen Marlen Boller, Götz Burkhardt, Brian Krämer und Denise Schweiger aus der 9c in ihrem Vortrag ein. Abwechselnd zu den Gesangseinlagen erzählten sie vom Leben der schwarzen Sklaven. So spielten sie auch eine Szene vom Sklavenmarkt nach. Als der Einkäufer die Gesundheit eines Sklaven an den Zähnen kontrollierte, schien dies für das Publikum so befremdlich zu sein, dass es nicht umhin kam, zu lachen.

Aus der Arbeit auf den Baumwollplantagen entstanden Gospels und Spirituals. So erhoben der Schüler-Eltern-Lehrerchor sowie die Klasse 5b ihre Stimmen zu Liedern wie "Cotton Needs a Picking" oder "Oh Happy Day". Thomas Gottschalk begleitete die Lieder am Klavier. Immer wieder bezog Riedel das Publikum mit ein und forderte es auf, aufzustehen und mitzusingen.



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