Feudenheim Gymnasium Mannheim

Braune Erde verwandelt sich in bunte Kunst

Ricarda Günther im Stadthaus

Bericht von Inna Hartwich im Mannheimer Morgen vom 4.12.2008

Sie steckt sich, sie reckt sich, sie liegt am Boden: Ricarda Günther macht sich bei ihrem Ausdruckstanz nicht nur die Hände schmutzig. Mitten im Stadthaus in N 1 haben ihre Mitschüler Mörtel ausgebreitet, darauf grüne und rote Farbe verteilt.
Die 14-Jährige vom Feudenheim-Gymnasium rutscht zu Strawinsky-Tönen über den braunen Stoff, verteilt die Masse, schafft mit Füßen, Händen, ihrem ganzen Körper ein Kunstwerk - für die Schulkunst-Ausstellung, die gestern vom staatlichen Schulamt eröffnet wurde. Sie ist Teil von 26 Regional-Ausstellungen in ganz Baden-Württemberg.

"Erde" lautete das vom Kultusministerium gestellte Thema. Was Kinder und Jugendliche aus 30 Mannheimer Schulen aus der Aufgabe gemacht haben, lässt sich noch bis 15. Januar im Stadthaus sehen. Ob Tongefäße, Collagen oder Fotografien - "Wir haben mindestens ein Werk von jeder Schule ausgewählt, um die Vielfalt der verschiedenen Ideen und Stile darzustellen", sagt Ingrid Schmitt-Wackerow vom Schulkunstteam. Zusammen mit den Kunstlehrern Susanne Krämer und Tom Feritsch hat sie die Arbeiten ausgesucht. "Sie sind so unterschiedlich, dass ich einfach kein Lieblingswerk habe", betont sie.

Und tatsächlich: Während die Erstklässler der Neckarschule Kreise, Striche und Punkte mit der Erde auf die Leinwand gebracht haben, zeigen die Elftklässler des Elisabethgymnasiums Grafikdarstellungen. Nur für Ricarda Günthers Tanzwerk gibt es noch keinen Platz. Dafür strecken und recken sich die Musiker der Schulband "School's Out" vom Ursulinen-Gymnasium. Schließlich muss der verspritzte Mörtel von ihren Instrumenten weg.



Sie befinden sich hier: