Feudenheim Gymnasium Mannheim

Fachexkursion Geographie vom 27.09. bis zum 1.10.08 nach Sylt

Sylt (1)

Von Hanna Bäzner, Verena Kühn und Tanja Pogadl

1. Tag, Samstag, 27.09.08

Lange im Voraus wussten wir schon, dass unsere Sylt-Exkursion am Samstag, den 27. September um 6:01 Uhr vom Mannheimer Hauptbahnhof aus starten würde. Nachdem festgestellt war, dass drei von uns gesundheitsbedingt nicht mitfahren konnten, ging es nun endlich los. Nach viereinhalb Stunden Fahrt hieß es dann am Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Sylt umsteigen. Weiter ging es mit dem Zug vorbei an der Deutsch-Dänischen-Grenze. Bei der Fahrt über den Hindenburgdamm konnte man links und rechts des Zuges die Lahnungen zur Landgewinnung sehen.

Nach unserer Ankunft in Westerland bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir mit dem Bus zu unserer Jugendherberge in List im Norden der Insel. Nachdem uns die Hausregeln nahe gelegt worden waren, durften wir auf unsere Zimmer und unsere Betten beziehen. Als alle fertig waren, zogen wir gemütlich los, um einen schönen Strandspaziergang zu machen und gleich die Umgebung näher kennen zu lernen. Wir hörten Referate von Jennifer, Tim und Maxi unter anderem über die verschiedenen Dünenarten. Nachdem auch ein paar im Meer geplanscht hatten, zogen wir weiter und kehrten dann schließlich pünktlich zum Abendessen in die Jugendherberge zurück. Dort gab es Salat, Reis, Nudeln mit Hühnerpilzsoße und einen Mohrenkopf zum Nachtisch. Frisch gestärkt trafen wir uns alle noch einmal im Gemeinschaftsraum, um das Programm der nächsten Tage zu besprechen. Der Rest des Abends stand jedem frei zur Verfügung. Manche fuhren nach List und andere ließen den Abend in der Jugendherberge gemütlich ausklingen.


Sylt (2)

2. Tag, Sonntag, 28.09.08

Die Qual des frühen morgendlichen Aufstehens nahm ihrenLauf. Um 8 Uhr war es Zeit zu frühstücken. Mit dem Wissen, dass wir uns um 9 Uhr auf unsere Fahrräder schwingen würden, freute man sich doch gleich noch mehr auf sein belegtes Brötchen. Nach dem Essen inspizierten wir unsere Drahtesel und machten uns auf den Weg in das wunderschöne 11 km entfernte Kampen. Der erwartete Rückenwind war leider nicht vorhanden und deshalb wurde die Fahrradtour zu unserer ersten Ausdauerprobe.

Verschwitzt und ausgepowert kamen wir in Kampen an und machten einen kleinen Strandspaziergang am Roten Kliff entlang. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es auch schon weiter zur Uwe-Düne und von dort wieder mit dem Fahrrad nach Keitum. Dort angekommen stellten wir unsere Fahrräder an dem vereinbarten Platz ab und ließen sie abholen. Von einem hohen Hügel aus hatten wir einen guten Blick auf das Wattenmeer und hörten einen Vortrag von Herrn Gesell zum Thema Landgewinnung.

Daraufhin hatten wir zwei Stunden Freizeit und kehrten in einer kleinen Gaststätte ein. Gestärkt vom Mittagessen trafen wir uns am Keitumer Bahnhof und fuhren alle gemeinsam mit dem Bus zur Jugendherberge zurück. Im Großen und Ganzen ein schöner, aber auch anstrengender Tag, den ein Großteil von uns dann in List bei "Gosh" hat ausklingen lassen.


Sylt (3)

3. Tag, Montag, 29.09.08

Der Montagmorgen begann ausnahmsweise relativ früh, wir gingen schon um 7.30 zum Frühstück. Nach einer langen Bustour vom Norden bis an den Südlichsten Punkt Sylts, Hörnum, begutachteten wir die Hörnum Odde sowie mehrere Küstenschutzmaßnahmen (Tetrapoden, Sandaufspülungsmaßnahmen), zu denen wir durch kleine vorbereitete Referate von Katja, Max und Anja mehr erfuhren. Am Strand hatten einige von uns das Glück, einen Seehund beim Schwimmen zu beobachten. Und nach einem kleinen Spaziergang am Strand und einer Klettertour durch die Tetrapoden hatten wir etwas Freizeit, die wir dafür nutzten, uns mit einer Kleinigkeit wie dem Favoriten der Fahrt, dem Krabbenbrötchen, zu stärken.
Im Anschluss trafen wir uns am Hörnumer Hafen, wo unser Schiff ablegte, um uns zur Hallig Hooge zu fahren.
Während der Schifffahrt, die zwischen den Inseln Amrum und Föhr entlang ging, konnten wir andere Strände bewundern. Desweiteren konnte man die einzelnen Warften der Halligen schon von weitem als „Häuser, die aus dem Wasser ragen“, erkennen.

Auf der Hallig angekommen, liefen wir als erstes zum Pegel von Hooge, worauf wir die .Hochwasserstände der letzten etwa 100 Jahren begutachten konnten. Als wir nun wieder freie Zeit zur Verfügung hatten, kehrte ein Teil der Gruppe in einem kleinen Café ein, um sich auszuruhen, ein anderer Teil begab sich auf eine andere Warft, auf der es ein Museum sowie einen Souvenirladen und ein Kino gab. In diesem Kino konnte man einen Film sehen, der zeigte, wie gefährlich eine Sturmflut auf den Halligen ist.
Später trafen wir uns wieder am Anlegesteg, wo wir aufs Schiff gingen, das uns nach einer turbulenten Fahrt - zum Leiden einiger Exkursteilnehmer - wieder nach Sylt brachte. Dort angekommen, brachte uns der Bus, mit dem wir auch samstags zur Jugendherberge gekommen waren, wieder direkt dorthin. Nach dem leckeren Abendessen wurde sich frisch gemacht und ein Teil lies den Abend wie erwartet in List bei "Gosh" ausklingen, der andere Teil blieb zu Hause und machte es sich bei einem Spieleabend gemütlich.


Sylt (4)

4. Tag, Dienstag, 30.09.08

Wie jeden Morgen trafen wir uns beim Frühstuck und besprachen auf Grund des schlechten Wetters unseren Tag. Angedacht war eine Wattwanderung mit allen zusammen, die aber nun zu einer freiwilligen Veranstaltung wurde. Es war bitter kalt und es regnete, nur der harte Kern konnte sich dazu durchringen mitzugehen. Wenn wir gewusst hätten, auf was wir uns da einließen, wäre die Gruppe sicherlich noch etwas kleiner gewesen. Die Wattwanderung war sehr interessant, aber bezog sich mehr auf den biologischen Aspekt und weniger auf geographische Fakten. Wir erkundeten einen kleinen Teil des Watts und schauten uns die darin lebenden Tiere an.

Vollkommen durchgefroren machten wir uns auf den Rückweg zur Jugendherberge und hatten dort
einige Stunden Ruhe, bis es nach List ging. Dort angekommen, schauten wir uns einen Infokasten des Naturkundemuseums an, das nächstes Jahr eröffnet werden soll.
Nach einer kleinen Mittagspause erwartete uns schon unser Fischkutter, die "Gret Palucca", die uns in die Weiten der Nordsee entführte. Der Kapitän, der einem richtigen Seebären glich und deshalb auch den Spitznamen „Käptn Blaubär“ hatte, begrüßte uns mit seiner Besatzung und nahm uns auf eine abenteuerliche Reise mit. Wir fischten Krabben, sahen Seesterne, Austern und viele andere Bewohner der Nordsee. Als wir um den Nordhaken Sylts fuhren, sahen wir eine kleine Sandbank, auf der sich einige Seehunde befanden. Alles im allen war es sehr lustig und wir alle hatten unseren Spaß.
Der restliche Tag nahm wie immer seinen Lauf. Wir trafen uns alle beim Abendessen und blickten traurig dem folgenden Tag entgegen, an dem wir das schöne Sylt wieder verlassen sollten.


Sylt (5)

5. Tag, Mittwoch, 01.10.08

Da unser Bus am Mittwoch erst um viertel vor elf abfahren sollte, konnten wir an unserem Abreisetag noch einmal bis um neun Uhr ausschlafen. Schnell musste gefrühstückt werden, denn das Frühstück gab es nur bis halb zehn. Nachdem sich alle noch ein ordentliches Lunchpaket gemacht hatten, ging es daran, die Betten abzuziehen und die Zimmer auszukehren. Da wir noch ein bisschen Zeit hatten, versammelten wir uns ein letztes Mal im Gemeinschaftsraum, um noch einmal von Maxi und Patrick Referate zu hören. Schließlich wurden wir dann um halb elf von einem Bus bei starken Regen abgeholt.

In Westerland durften wir dann unsere Koffer bei dem Fahrradverleih für die nächsten Stunden unterstellen. Der eigentliche Plan, an den Strand von Westerland zu fahren, fiel dann aber wortwörtlich ins Wasser. So hatten wir unverhofft Freizeit, die wir im Trockenen verbrachten. Um zwei Uhr trafen wir uns dann alle wieder, um unsere Koffer abzuholen, und fuhren dann pünktlich um 14:22 mit der Nordostseebahn von Westerland in Richtung Itzehoe los. Dort mussten wir umsteigen und kamen, bedingt durch einen Defekt der Bahn, erst mit Verspätung los. In Hamburg stiegen wir dann um und fuhren direkt nach Mannheim, wo wir todmüde, aber glücklich um 22:42 ankamen.



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